
Im Kurs der Johanniter Lippe-Höxter können Menschen jeden Alters ihr Erste-Hilfe-Wissen auffrischen. Foto: Johanniter Lippe-Höxter
Die Johanniter klären auf zum richtigen Verhalten im Notfall
Vielen Menschen ist unwohl bei dem Gedanken, Erste Hilfe leisten zu müssen, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. „Dabei kann nur derjenige etwas falsch machen, der gar nichts tut“, betont Björn Jockwig, Fachbereichsleiter Erste Hilfe bei den Johannitern in Lippe-Höxter.
Das Thema Erste Hilfe ist sehr vielfältig, genauso wie die dazu bestehenden Mythen und Irrtümer, die im Notfall zu Fehlverhalten führen können. Anlässlich des Tags der Ersten Hilfe am 12. September machen die Johanniter den Faktencheck und räumen mit Vorurteilen auf.
Mythos 1: Die Person darf am Unfallort nicht bewegt werden. Für die Wiederbelebung muss die Person in Rückenlage auf einem festen Untergrund liegen. Ist dies nicht gegeben, muss sie dorthin bewegt werden. Bestehen bei einem Unfall Gefahren durch äußere Umstände und ist eine Rettung der betroffenen Person durch die Ersthelfenden gefahrlos möglich, sollte diese auch erfolgen, beispielsweise mit dem Rautek-Rettungsgriff.
Mythos 2: Bei einem Motorradunfall darf der Helm nicht abgenommen werden. Der Helm muss bei Bewusstlosen abgenommen werden, um die Atmung zu überprüfen. Die Entscheidung ob reanimiert wird trifft man je nach Ergebnis der Atemkontrolle – und dafür muss der Helm runter. Außerdem können Menschen im Helm ersticken.
Mythos 3: Mit dem Defibrillator kann man versehentlich jemanden verletzen. Das ist unwahrscheinlich, da die Defibrillatoren selbstständig entscheiden, ob die Ersthelfenden einen Schock auslösen können oder nicht. Eine Schockabgabe durch Helfende ohne medizinische Notwendigkeit ist daher ausgeschlossen.
Mythos 4: Bei Fehlern oder Verletzungen kann man sich strafbar machen. Bei der Leistung der Ersten Hilfe macht man sich nicht strafbar, auch nicht bei Körperverletzungen wie z.B. Rippenbruch bei der Wiederbelebung. Wichtig ist, den Notruf 112 abzusetzen und Anweisungen zu befolgen. Nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz sieht die Lage anders aus.
Johanniter bieten Kurse, Aufklärung und digitale Unterstützung
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, setzen die Johanniter auf hybride Schulungskonzepte, die E-Learning mit praktischen Übungen verbinden. Über Social Media, Erklärvideos und interaktive Formate informieren sie rund um die Erste Hilfe.
Die Johanniter Lippe-Höxter bieten rund 430 dieser Kurse im Jahr an. Ein klassischer Erste-Hilfe-Kurs dauert in der Regel acht Stunden. Neben dem Basiskurs bieten die Johanniter in Lippe-Höxter aber auch weitere Module an, wie etwa Erste Hilfe am Kind, den First Aid Highway (Erste Hilfe für Motorradfahrende), Erste Hilfe für Senioren oder auch für Erste Hilfe für Hunde und deren Halterin bzw. Halter.
Hier geht es zur Online-Kursbuchung: www.johanniter.de/erstehilfewww.johanniter.de/erstehilfe. Ein kurzes FreshUp in Erster Hilfe kann hier online absolviert werden: https://shop.johanniter.de/erste-hilfe-und-vorsorge/efreshup-erste-hilfe.html
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit 35.000 Beschäftigten, mehr als 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,1 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.
Pressemeldung: Johanniter Lippe-Höxter














