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Viele Fragen zur Zukunft der Pflege bei Podiumsdiskussion in Lage

von | Okt. 1, 2026 | Kunterbunt, Politik

Von links: Gesundheitswissenschaftlerin Christina Weng MdL, AWO-Geschäftsführer Rainer Kleßmann, Gastgeberin Ellen Stock MdL, Pflegeexpertin Marianne Rautenberg vom Sozialen Dienst.

Wie kann gute Pflege auch in Zukunft sichergestellt werden? Darüber diskutierte die Lagenser Landtagsabgeordnete Ellen Stock vergangene Woche im Bürgerhaus Lage mit ihrer Landtagskollegin und Gesundheitswissenschaftlerin Christina Weng, Rainer Kleßmann, Geschäftsführer der AWO Lippe, und Marianne Rautenberg vom Sozialen Dienst.

„Pflege kann jeden betreffen. Jeder Mensch hat ein Recht darauf, in Würde zu altern“, sagte Christina Weng. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Situation pflegender Angehöriger, die Sicherung von Fachkräften sowie konkrete Fragen rund um Pflegeplätze, Beratung und Unterstützung im Alltag.

Weng betonte, dass es gute Rahmenbedingungen brauche, um Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen und langfristig im Beruf zu halten. Auch die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung der Pflegearbeit von Angehörigen war Thema. Marianne Rautenberg berichtete aus ihrer langjährigen Erfahrung als Leiterin des Sozialen Dienstes im Karolinenheim in Lage.

Als eine Erkenntnis aus der Diskussion nahm Ellen Stock die Bedeutung eines gut ausgebauten Unterstützungsnetzes vor Ort mit: „Bei uns hier in Lippe kann ein gut ausgebautes Netz aus Hausärzten, Tagespflege, Pflegeheimen und Sozialem Dienst sowie Beratungsangeboten dazu beitragen, Angehörige zu entlasten.“

Auch Einsamkeit im Alter, Prävention von Pflegebedürftigkeit und das geplante Pflegeneuordnungsgesetz wurden diskutiert. Rainer Kleßmann wies darauf hin, dass bei Reformen neben der Finanzierung auch die konkrete Versorgung der Menschen und mögliche langfristige Folgekosten berücksichtigt werden müssten. „Wir haben Gesundheit in Deutschland dem Markt überlassen“, sagte Christina Weng und bezeichnete diese Entwicklung als einen Fehler.

Zum Abschluss zog Stock ein positives Fazit: „Es war eine aufschlussreiche Diskussion mit vielen wertvollen Fragen aus dem Publikum. Entscheidend ist, dass die Menschen, die Pflege benötigen, ihre Angehörigen und die Beschäftigten in der Pflege nicht aus dem Blick geraten. Wir werden auf jeden Fall noch eine Folgeveranstaltung organisieren.“

Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Ellen Stock

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