Zwischen 1950 und 1990 wurden in der Bundesrepublik Deutschland mehr als zehn Millionen Kinder auf sogenannte Erholungskuren geschickt. Doch anstatt gesund und gestärkt zurückzukehren, erlebten viele von ihnen traumatische Bedingungen: Esszwang, Toilettenverbot, körperliche Strafen, Demütigungen, Medikamentenmissbrauch und sexualisierte Gewalt waren für zahlreiche Kinder Alltag. Selbst Todesfälle sind dokumentiert. Noch heute leiden viele Betroffene unter den Folgen dieser Erfahrungen.
Am Donnerstag, den 20. März lädt die Volkshochschule Lippe-Ost in Kooperation mit dem Citizen-Science-Projekt-Kinderverschickungen-NRW zu einem Vortrag „Kinderverschickungen“ in das Kulturhaus in Blomberg ein. Detlef Lichtrauter, der 1. Vorsitzender des Vereins „Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e.V.“, beleuchtet die Geschichte der Kinderverschickungen, die Auswirkungen auf die Betroffenen und den aktuellen Stand der Aufarbeitung in Nordrhein-Westfalen und bundesweit.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit diesem wichtigen historischen Thema auseinandersetzen möchten – Betroffene, Angehörige, Fachkräfte sowie Interessierte aus der Gesellschaft. Schriftliche oder Internet-Anmeldungen sind bis zum 12.03.2025 möglich (Kurs P126, Gebühr 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro). Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der VHS Lippe-Ost, Tel.: 05282 98040 oder unter www.vhslippe-ost.de.
Pressemeldung: VHS