
M. Eng. Nadine Schilla (Landschaftsarchitektur Peters Winter und Partner), technische Betriebsleitung der BIG Juliane Mauermann sowie Projektleiter Julian Fahnenstich (Fachbereich Kämmerei und Finanzen der Stadt Blomberg) im Planungsgespräch zum Start der Bauphase
Pikopark schafft grünen Begegnungsraum
Nach der erfolgreichen Neugestaltung des Innenhofs geht die Aufwertung des Schulgeländes der Sekundarschule Blomberg in die nächste Phase. Im zweiten Bauabschnitt werden weitere Teilflächen des Schulhofs sowie angrenzende Grünflächen neugestaltet. Ein Teilbereich wird dabei zu einem sogenannten Pikopark entwickelt.
Ein Pikopark ist eine kleine, naturnahe Parkfläche, die insbesondere in dicht bebauten Bereichen zusätzlichen Grünraum schafft. Im Mittelpunkt stehen klimaangepasste und möglichst unversiegelte Flächen, heimische Bäume und Sträucher sowie Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt. Gleichzeitig entstehen attraktive Aufenthaltsbereiche, die Schatten spenden, das Mikroklima verbessern und zum Verweilen einladen.
Die Maßnahme wird mit 80 Prozent aus dem Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW-Programm 444) finanziert. Ziel des Programms ist es, die biologische Vielfalt zu stärken, die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Aufenthaltsqualität in Städten und Gemeinden nachhaltig zu verbessern. Gefördert werden unter anderem naturnahe Grünflächen, zusätzliche Baumpflanzungen sowie Maßnahmen zur Förderung heimischer Tier- und Pflanzenarten.
Um die Anforderungen an einen Pikopark zu erfüllen, wird die Fläche mit standortgerechten heimischen Bäumen und Sträuchern aufgewertet. Langfristig soll eine Verschattung von mindestens 50 Prozent erreicht werden. Gleichzeitig fördern die zusätzlichen Pflanzungen die Biodiversität, verbessern das Mikroklima und erhalten möglichst große unversiegelte Flächen.
Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität auf dem Schulgelände weiter zu verbessern und zusätzliche Möglichkeiten zum Aufenthalt, Austausch und Lernen im Freien zu schaffen. Darüber hinaus wird der bestehende Schulgarten aufgewertet. Vorgesehen sind unter anderem eine wassergebundene Wegedecke sowie neue Hochbeete, die künftig im Unterricht und für praktische Naturerfahrungen genutzt werden können. Insgesamt entsteht so eine attraktive und naturnahe Außenanlage als Ort der Erholung, Begegnung und Bewegung.
Das Gesamtkonzept setzt auf einen hohen Anteil unversiegelter Flächen, vielfältige biodiversitätsfördernde Elemente sowie zusätzliche Baumpflanzungen, die gemeinsam mit dem vorhandenen Gehölzbestand einen parkähnlichen Charakter schaffen. Naturnahe Sitzgelegenheiten aus Holz sowie schattige Bereiche unter den bestehenden und neu gepflanzten Bäumen laden künftig zum Lernen im Freien, zum Austausch oder zur Erholung in den Pausen ein.
„Mit dem Pikopark entwickeln wir den Schulhof konsequent weiter – hin zu einem Ort, der Natur, Lernen und Gemeinschaft miteinander verbindet. Gleichzeitig stärken wir die biologische Vielfalt und schaffen einen grünen Freiraum, der weit über das Schulgelände hinaus einen Mehrwert für das Quartier bietet“, betont Bürgermeister Christoph Dolle.
Die Arbeiten beginnen in den Sommerferien. Der Pikopark ist Teil des langfristigen Konzepts zur schrittweisen Aufwertung des gesamten Schulgeländes. Ziel ist es, moderne, klimaangepasste und naturnahe Aufenthaltsräume zu schaffen, die den Bedürfnissen der Schulgemeinschaft ebenso gerecht werden wie den Anforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Pressemeldung und Foto: Stadt Blomberg














