Fünf heimische Kommunen starten den „Fußverkehrs-Check 2026“
Die Mobilitätswende in Westfalen-Lippe nimmt weiter Fahrt auf – und zwar Schritt für Schritt. Die Teilnehmer für den „Fußverkehrs-Check NRW 2026“ stehen fest. Gleich fünf westfälische Kommunen konnten sich im landesweiten Wettbewerb durchsetzen: Am 23. April 2025 nahmen die Städte Drensteinfurt, Dülmen, Iserlohn, Paderborn und die Gemeinde Möhnesee die Teilnahmeurkunden von Oliver Krischer, Landesminister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, entgegen. Als Mitglieder des Zukunftsnetz Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung und kommunales Mobilitätsmanagement, werden sie im kommenden Jahr den Fokus gezielt auf die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern richten. Dafür werden Sie vom Land NRW gefördert. Die Kosten des Checks werden vom Landesverkehrsministerium übernommen.
„Ein starker Fuß- und Radverkehr sind die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr – sie stellen die umweltfreundlichste und gesündeste Art der Fortbewegung dar“, begrüßen Dr. Oliver Mietzsch und Matthais Hehl, Geschäftsführer der Westfalentarif GmbH, die Initiative der westfälischen Kommunen. „Der Fußverkehr macht den größten Anteil an der Nutzung aller Verkehrsmittel aus und kostet die Kommunen am wenigsten. Ihn daher zur gleichwertigen und -berechtigten Verkehrsart zu machen, ist ein wichtiges Ziel, das nur mit Fördermitteln erreicht werden kann.“ Sie führen weiter aus: „Mit in den Fokus genommen werden muss insbesondre auch die Förderung der ‘ersten und letzten Meile’ ab Bahnhof oder Bushaltestelle. Dies ist ein entscheidender Baustein, um den Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten.“
Rekordbeteiligung unterstreicht Bedeutung der Nahmobilität
Insgesamt hatten sich 41 Kommunen aus ganz Nordrhein-Westfalen beworben – ein neuer Rekord in der achtjährigen Geschichte des Formats. Dass fünf von insgesamt zwölf ausgewählten Plätzen an Kommunen im Bereich Westfalen-Lippe geht, unterstreicht das hohe Engagement der Region für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Neben den westfälischen Kommunen nehmen 2026 auch die Städte Bochum, Datteln, Kleve, Bergheim, Euskirchen, Meckenheim sowie die Gemeinde Korschenbroich teil.
Bürgerbeteiligung als Erfolgsfaktor
Das Besondere am Fußverkehrs-Check: Er findet nicht nur am Schreibtisch statt. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung, Politik und Fachverbänden werden in den kommenden Monaten Begehungen vor Ort durchgeführt. Dabei werden Gefahrenstellen identifiziert, Barrieren aufgespürt, neue Lösungsansätze diskutiert und konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Aus einer Stärken-Schwächen-Analyse wird ein Maßnahmenplan entwickelt, der die Prioritäten berücksichtigt, die BürgerInnen und FachexpertInnen in mehreren Arbeitstreffen gemeinsam erarbeiten. Ein Planungsbüro begleitet den gesamten Prozess, moderiert einzelne Veranstaltungen, bündelt Themen und Schwerpunkte, fasst die Ergebnisse zusammen und stellt sie im politischen Ausschuss der jeweiligen Stadt oder Gemeinde vor.
Hintergrund. In einem Wettbewerbsverfahren werden jährlich Städte und Gemeinden ausgewählt, die professionelle Unterstützung für einen „Fußverkehrs-Check“ erhalten. Die Bedingungen: Sie müssen Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW sein und ein glaubhaftes Interesse an der Förderung ihres Fußverkehrs nachweisen können. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik sowie Vertreter*innen weiterer Interessengruppen überprüfen sie dann in mehreren Terminen vor Ort, wo es Verbesserungsmöglichkeiten in Sachen Fußverkehr gibt und wie diese am besten angegangen werden können. Grundsätzlich sind es die Länder, die den Fußverkehr verwalten und finanzieren, während die Kommunen sich um Planung und Gestaltung kümmern. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät und unterstützt die Kommunen bei der Generierung der finanziellen Förderung, der Planung und Umsetzung.
WestfalenTarif. Der Eine für Bus & Bahn. Der WestfalenTarif ist der flächenmäßig größte Nahverkehrstarif in NRW und einer der größten deutschen Flächen-Gemeinschaftstarife. Ein komfortables ÖPNV-Angebot mit Zukunftscharakter in Westfalen, ein Ticket für alle auf Schiene und Straße, hohe Mobilität für die lokalen Bedürfnisse vor Ort. Das verwirklichen 28 Aufgabenträger, über 60 Verkehrsunternehmen und die WestfalenTarif-Expert*innen in Zusammenarbeit mit den 16 angeschlossenen Kreisen und 3 kreisfreien Städten. Verbundweite Tarifplanung, Einnahmenaufteilung, Vertrieb, Marketing, Controlling und eine transparente Kundenkommunikation bilden die Basis, auf der leicht verständliche, barrierefrei zugängliche, klimafreundliche, digitale und intermodale Konzepte entwickelt werden.
Pressemeldung und Foto: WestfalenTarif GmbH















