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Einbürgerungen in NRW auf höchstem Stand seit 25 Jahren

von | Mai 26, 2026 | Kunterbunt

Im Jahr 2025 haben in NRW insgesamt 76.156 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Wie Information und Tech-nik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Einbürgerungen damit um 10,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2024: 68.703) und hat somit einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2000 erreicht.

Wie die Statistikerinnen und Statistiker erläutern, sind die gestiegenen Einbürgerungszahlen weiter vor dem Hintergrund der rechtlichen Änderungen an den Einbürgerungsvoraussetzungen zu interpretieren, die mit dem Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts (StARModG) am 27. Juni 2024 in Kraft getreten waren. Neben einer Absenkung der notwendigen Aufenthaltsdauer in Deutschland ermöglicht die neue Rechtsgrundlage den eingebürgerten Personen generell den Beibehalt der bisherigen Staatsangehörigkeit.

Syrisch weiterhin häufigste Staatsangehörigkeit der Eingebürgerten

2025 bekamen in NRW insgesamt 18.567 Syrerinnen und Syrer eine Einbürgerungsurkunde überreicht – dies entspricht 24,4 % aller Einbürgerungsfälle. Damit war die syrische Staatsangehörigkeit das fünfte Jahr in Folge die am häufigsten vertretene Staatsangehörigkeit unter den Eingebürgerten. Danach folgten Personen mit türkischer (11.179), irakischer (4.445), russischer (3.841) und iranischer (2.755) Staatsangehörigkeit. Die Top 5 der am häufigsten eingebürgerten Staatsangehörigkeiten hat sich 2025 gegenüber 2024 nicht verändert.

Top 5: Zunahme von Einbürgerungen türkischer Staatangehöriger stieg prozentual am stärksten an

Unter den Top 5 stieg die Zahl der Einbürgerungen von Türkinnen und Türken gegenüber 2024 mit +75,7 % prozentual am stärksten, gefolgt von Personen mit russischer (+67,4 %) und iranischer Staatsangehörigkeit (+21,0 %). Dagegen war die Zahl der Einbürgerungen von syrischen Staatangehörigen in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % gesunken. Auch die Zahl eingebürgerter Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit war in diesem Zeitraum rückläufig (−11,9 %).

Steigende Einbürgerungszahlen in 32 kreisfreien Städten und Kreisen

Regional betrachtet, wurden im Jahr 2025 in 32 kreisfreien Städten und Kreisen mehr Ausländer/-innen eingebürgert als in 2024. Den größten prozentualen und gleichzeitig absoluten Anstieg gab es in Köln (+119,7 % bzw. +3.433 auf 6.302). Hohe prozentuale Zunahmen der Einbürgerungszahlen gab es zudem im Hochsauerlandkreis (+82,8 % auf 872) und in Herne (+73,8 % auf 1430). In 21 kreisfreien Städten und Kreisen waren die Einbürgerungszahlen in 2025 rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Dabei wurden die größten prozentualen Rückgänge im Kreis Warendorf (−40,4 % auf 387) und im Kreis Gütersloh (−33,0 % auf 778) ermittelt.

Hinweise zur Statistik

Für die Stadt Oberhausen können für das Berichtsjahr 2025 aus technischen Gründen aktuell keine vollständigen Einbürgerungszahlen ausgewiesen werden.

Die Ergebnisse der Einbürgerungsstatistik basieren auf den Datenlieferungen der kommunalen Einbürgerungsbehörden an das Statistische Landesamt IT.NRW. Die Einbürgerungsstatistik weist die Zahl der im Berichtsjahr abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren nach, die mit der Aushändigung der Einbürgerungsurkunde enden. Ab dem Berichtsjahr 2025 wird in der Einbürgerungsstatistik zur statistischen Geheimhaltung die Cell-Key-Methode eingesetzt, um Rückschlüsse auf Einzelangaben von Personen zu verhindern. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich die ausgewiesenen Einzelwerte in der Tabelle nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren. Dieses Vorgehen sichert neben dem Schutz von Einzelangaben eine hohe Datenqualität. Mehr zur Methode finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder. (IT.NRW)

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