Anzeigen

NGG ruft Beschäftigte zum Arbeitskampf auf

von | Juli 1, 2026 | Kunterbunt, Wirtschaft

„Drei Verhandlungsrunden – kein akzeptables Angebot“

Nach drei Tarifverhandlungen ohne zufriedenstellendes Ergebnis ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Beschäftigten der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG in Bielefeld und Oerlinghausen, der OEDIV KG, der Dr. August Oetker KG sowie der Handelsgesellschaft Sparrenberg mbH zum Warnstreik auf.

Der Warnstreik findet am Donnerstag, den 2. Juli 2026, von 05:30 Uhr bis 15:45 Uhr statt und soll den Druck auf die Tarifverhandlungen vor dem nächsten Verhandlungstermin am 8. Juli 2026 erhöhen.

„Drei Verhandlungsrunden haben gezeigt, dass sich der Arbeitgeber nur minimal bewegt. Auf zwei Angebote von jeweils 1,4 Prozent folgte zuletzt ein Angebot von lediglich 2,0 Prozent. Das reicht nicht aus und wird der Leistung der Beschäftigten nicht gerecht“, sagt NGG-Geschäftsführer Thorsten Kleile.

Die NGG fordert für die Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5,7 Prozent sowie einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Während es beim Entgelt lediglich minimale Bewegungen gegeben habe, lehne die Arbeitgeberseite den vorgeschlagenen Gewerkschaftsbonus weiterhin kategorisch ab.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Sie erwarten zu Recht, dass sich ihre Leistung auch bei den Entgelten widerspiegelt. Wer jeden Tag Verantwortung übernimmt und für Qualität, Zuverlässigkeit und Produktivität sorgt, darf am Verhandlungstisch keine Angebote erhalten, die hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleiben“, sagt NGG-Verhandlungsführer Mohamed Boudih.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft wächst die Unzufriedenheit in den Betrieben spürbar. Viele Beschäftigte hätten gehofft, dass die dritte Verhandlungsrunde eine echte Annäherung und ein akzeptables Ergebnis bringt. Diese Erwartungen seien enttäuscht worden.

„Die Geduld vieler Kolleginnen und Kollegen ist begrenzt. Nach drei Verhandlungsrunden muss festgestellt werden: Ohne Druck bewegt sich nichts. Deshalb setzen die Beschäftigten jetzt ein deutliches Zeichen“, erklärt Kleile.

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten der Produktionsstandorte in Bielefeld und Oerlinghausen sowie die Beschäftigten der OEDIV KG, der Dr. August Oetker KG und der Handelsgesellschaft Sparrenberg mbH. Mit dem Warnstreik verfolgt die NGG das Ziel, vor der nächsten Verhandlung am 8. Juli 2026 Bewegung in die Tarifgespräche zu bringen.

„Die Beschäftigten erwarten am 8. Juli ein deutlich verbessertes Angebot. Nach drei Verhandlungsrunden reicht es nicht mehr, minimale Schritte anzubieten. Jetzt ist der Arbeitgeber gefordert, ein Angebot vorzulegen, das der Leistung der Beschäftigten gerecht wird und eine echte Annäherung ermöglicht. Die Kolleginnen und Kollegen zeigen heute, dass sie bereit sind, für dieses Ziel einzustehen“, sagt NGG-Verhandlungsführer Mohamed Boudih abschließend.

Pressemeldung und Foto: NGG

Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen