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Zwei Generationen, zwei verschiedene Lebenswege? Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt hat in einem Themenschwerpunkt Generationen in NRW mit Daten aus Bevölkerung und Bildung betrachtet, wie sehr sich die Generationen der Babyboomer und Millennials in NRW tatsächlich unterscheiden und wo sie Gemeinsamkeiten haben. Die Geburtenjahrgänge 1964 und 1986 werden dafür in unserem Artikel beispielhaft gegenübergestellt.
Geburtenrate um fast die Hälfte niedriger
Die sogenannten Babyboomer sind die „geburtenstarken Jahrgänge”. 1964 gab es in NRW 1,8 Lebendgeborene je 100 Einwohnerinnen und Einwohner. 1986, in einer Zeit in der die Millennials – oder auch Generation Y – das Licht der Welt erblickten, gab es nur noch fast halb so viele Geburten.

Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen der 3–6-Jährigen hat sich mehr als verdoppelt
Während viele Babyboomer mit etwa vier Jahren vermutlich zu Hause betreut wurden, spielten die Millennials bereits zusammen im Kindergarten. Nicht verwunderlich, denn 1968 gab es nur für etwa ein Drittel aller 3–6-jährigen Kinder in NRW einen Betreuungsplatz im Kindergarten. Bei den Millennials war das Platzangebot in Kindergärten deutlich größer. Für mehr als zwei Drittel der Kinder war ein Betreuungsplatz verfügbar.

Knapp jeder fünfte Babyboomer und jeder vierte Millennial lebte im Alter von 25 bis unter 35 allein
Begleitet man Babyboomer und Millennials etwa 30 Jahre weiter zur Familienplanung, zeigen sich auch einige Gemeinsamkeiten der Generationen. In dieser Lebensphase wohnte 1994 etwa jede fünfte Person im Alter von 25 bis unter 35 Jahren allein (18 %). 2016 galt dies für ein Viertel (25 %) der Altersgruppe der Millennials. Was sich jedoch kaum verändert hat: Weiterhin sind Alleinerziehende fast ausschließlich Frauen (1994: 93 %, 2016: 97 %).

Neuer Themenschwerpunkt zeigt Unterschiede der Generationen in NRW
Wie unterscheiden sich die Lebensverläufe der Babyboomer und der Millennials in Schule, Studium, Ausbildung und weiteren Aspekten? Antworten liefert der Themenschwerpunkt Generationen in NRW.
Hinweise zur Statistik
Geburt: Die Geburtenstatistik erfasst alle standesamtlich beurkundeten Geburten von Müttern mit Wohnsitz in Deutschland sowie Geburten im Ausland, wenn diese im Standesamt am deutschen Wohnsitz der Mutter nachbeurkundet wurden.
Die Daten basieren auf Meldungen der Standesämter, die für jede Geburt Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter liefern. Die Datenlieferung der Standesämter an die Statistischen Landesämter ist im Bevölkerungsstatistikgesetz geregelt. Zusätzlich zur Datenprüfung bei den Standesämtern werden bei IT.NRW Plausibilitätskontrollen der erhaltenen Mitteilungen durchgeführt.
Für diese Auswertung wurden alle lebendgeborenen Kinder berücksichtigt, deren Mütter zum Zeitpunkt der Geburt einen Wohnort in NRW besaßen.
Kinderbetreuung: Die Daten zu den Betreuungsplätzen für das Jahr 1968 entstammen dem Statistischen Bericht über die öffentliche Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen 1968, erschienen im September 1969. Die Ergebnisse sind mit heutigen Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Erhoben wurden 1968 am Ende des Jahres alle verfügbaren Plätze in den Einrichtungen der Jugendhilfe nach Art der Einrichtung. Zu den tatsächlich betreuten Kindern liegen keine Informationen vor.
Die Daten zu den Betreuungsplätzen für das Jahr 1990 entstammen dem Statistischen Bericht über die Einrichtungen und Personalstruktur in der Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen. Stichtag war der 31.12.1990. Erhoben wurden ebenso alle verfügbaren Plätze in den Einrichtungen der Jugendhilfe nach Art der Einrichtung. Zu den tatsächlich betreuten Kindern liegen keine Informationen vor.
Für beide Betrachtungszeitpunkte können keine tatsächlichen Betreuungsquoten ausgewiesen werden. In dieser Veröffentlichung werden die Anteile der verfügbaren Plätze an allen Kindern derselben Altersgruppe angegeben. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich die rechtlichen (Grundlagen zur Erhebung der Statistiken, Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz) und institutionellen Rahmenbedingungen (Art und Umfang der Betreuung) der Kindertagesbetreuung seit den hier betrachteten Zeitpunkten verändert haben.
Zusammenleben und Familie: Die Daten zum Zusammenleben stammen aus dem Mikrozensus. Mehr Informationen zum Mikrozensus. Mehr Informationen zu Haushalten und Familien finden Sie auf unserer Statistikseite.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)













