Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen war am 31. Dezember 2025 im Durchschnitt 44,6 Jahre alt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitteilt, lag das Durchschnittsalter damit um 1,0 Jahre höher als vor 15 Jahren (2011). Damals war die NRW-Bevölkerung durchschnittlich 43,6 Jahre alt.
Frauen bundesweit 2,7 Jahre älter als Männer
Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen war mit 44,6 Jahren im Durchschnitt 0,4 Jahre jünger als die gesamte Bevölkerung in Deutschland. In 2011 hatte der Abstand 0,3 Jahre betragen. Bundesweit lag das Durchschnittsalter Ende 2025 bei 45,0 Jahren und war damit um 1,1 Jahre höher als 2011 (43,9 Jahre). Frauen waren bundesweit im Durchschnitt 46,3 Jahre alt, Männer 43,6 Jahre. Der Abstand zwischen beiden Geschlechtern verringerte sich damit leicht von 2,8 Jahren im Jahr 2011 auf 2,7 Jahre.
Hamburg mit jüngster und Sachsen-Anhalt mit ältester Bevölkerung
Im Vergleich aller 16 Bundesländer hatte 2025 Hamburg mit 42,3 Jahren die jüngste und Sachsen-Anhalt mit 48,4 Jahren die durchschnittlich älteste Bevölkerung. Die stärkste Alterung gegenüber 2011 war hingegen in Mecklenburg-Vorpommern festzustellen. Das Durchschnittsalter erhöhte sich hier im gleichen Zeitraum um 2,5 Jahre auf 48,3 Jahre. Zum Vergleich: Bundesweit erhöhte es sich um 1,1 Jahre.
In Augustdorf leben die durchschnittlich jüngsten Menschen in NRW
Von den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wies die Bevölkerung in Augustdorf im Kreis Lippe 2025 mit 39,4 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter auf, gefolgt von Legden im Kreis Borken mit 41,6 Jahren. Das höchste Durchschnittsalter in NRW lag 2025 mit 50,3 Jahren in Bad Sassendorf im Kreis Soest, gefolgt von Möhnesee, ebenfalls im Kreis Soest, mit 48,7 Jahren.
Je ländlicher die Gemeinde, desto älter ist ihre Bevölkerung
Generell wird beim Zeitvergleich 2011 und 2025 deutlich: Je ländlicher eine Gemeinde ist, desto stärker ist sie gealtert. Dies zeigt eine Auswertung aller 10.472 Gemeinden deutschlandweit nach dem sogenannten Stadt- und Gemeindetyp des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, Gebietsstand 31.12.2024), für die eine Raumtyp-Zuordnung und ein einheitlicher Gebietsstand für den gesamten beobachteten Zeitraum vorliegt.
Während in den Großstädten das Durchschnittsalter zwischen 2011 und 2025 am niedrigsten ausfiel und nur um 0,3 Jahre von 43,2 auf 43,5 Jahre gestiegen ist, erhöhte sich das Durchschnittsalter in den Landgemeinden um 2,5 Jahre von 44,3 auf 46,8 Jahre. Auch in Kleinstädten mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung von 44,1 auf 46,3 Jahren merklich erhöht.

Großstädte in NRW entwickelten sich von einem der ältesten zum jüngsten Raumtyp
In NRW wiesen Großstädte 2025 ebenfalls das geringste Durchschnittsalter im Vergleich der Städte- und Gemeindetypen auf. 2011 war dies allerdings noch genau umgekehrt: Damals war die Bevölkerung in den Groß- und Mittelstädten im Schnitt noch älter als im Rest des Landes. Seitdem ist die Bevölkerung in Klein- und Mittelstädten jedoch deutlich gealtert, während sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung in NRW-Großstädten kaum verändert hat.

Hinweise zur Statistik
Die Angaben beruhen bis zum 31. Dezember 2021 auf Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011. Ab dem 31. Dezember 2022 basieren die Zahlen auf Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022.
Als Großstadt gelten Gemeinden eines Gemeindeverbandes oder Einheitsgemeinden mit mindestens 100.000 Einwohnern.
Als Mittelstadt gelten Gemeinden eines Gemeindeverbandes oder Einheitsgemeinden mit 20.000 bis unter 100.000 Einwohnern.
Als Kleinstadt gelten Gemeinden eines Gemeindeverbandes oder Einheitsgemeinden mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnern oder Gemeinden mit mindestens grundzentraler Funktion und mittelzentraler Teilfunktion.
Als Landgemeinde gelten Gemeinden eines Gemeindeverbandes oder Einheitsgemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern und keiner grundzentralen Funktion.
Die Definitionen entstammen den Stadt- und Gemeindetypen des BBSR.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)















